Wenn ein Unternehmen sich oder ein Produkt als umweltfreundlicher darstellt, als es ist, nennt man das Greenwashing. Nicht immer geschieht es absichtlich. Manchmal werden wichtige Faktoren wie Emissionen und Abfälle in der Lieferkette aus Unkenntnis außer Acht gelassen. In anderen Fällen werden bewusst Behauptungen aufgestellt, die nicht nachprüfbar sind.
Vom Begriff „Greenwashing“ leiten sich andere, verwandte Praktiken ab: „Rainbow-Washing“ beispielsweise suggeriert Nähe zu LGBTQ+ Communitys, ohne einen Beitrag zu deren Gleichberechtigung zu leisten.
Zusammenfassend spricht man auch von „Woke-Washing“ oder „X-Washing“, um die übertreibende und nicht wahrhaftige Selbstdarstellung von Unternehmen im öko-sozialen Bereich zu bezeichnen.
Greenwashing ist eine Form der Desinformation. Hier findest du mehr Informationen zu Desinformation im Marketing:
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Fake News kennen wir vor allem als fragwürdige Nachrichten. Doch auch PR, Werbung und Marketing können die Wahrheit verdrehen. Nicht immer wird das geahndet.
Eine häufig verwendete unethische Taktik: FUD (Fear, Uncertainty and Doubt – Angst, Ungewissheit und Zweifel).
Sie ist besonders beliebt, weil sie meist unter dem Radar von Berufsverbänden und Gesetzgebung bleibt. Schließlich wird hier nicht über das eigene Produkt gelogen, sondern – vorwiegend in Presse und Medien – es werden Menschen verunsichert. FUD dient oft als Ablenkungsmanöver für Firmen, die besonders stark zur Klimakrise oder gesellschaftlichen Problemen beitragen.